Beschreibung
2059: Shira sozialisiert ein KI-Wesen, ihre Großmutter Malkah erzählt dem Cyborg Gutenachtgeschichten. Dann wird die Stadt angegriffen …
Cyberpunkthriller, Provokation zu technologischer Vernunft, historische Parabel und feministische Science-Fiction: Fesselnd verwebt Er, Sie und Es die actionreiche Erzählung einer jungen Cybertechnikerin mit dem Golem-Mythos des 16. Jahrhunderts.
Inspiriert von Donna Haraway und William Gibson
Ausgezeichnet mit dem Arthur C. Clarke-Award
»Sind Zwitterwesen aus Technik und Biologie die Lösung? Nahezu perfekt eignet sich Er, Sie und Es als Illustration für angewandte Feminismustheorie und Cyberpunk.« Ines Kappert
»In der westlichen Tradition haben sich bestimmte Dualismen hartnäckig gehalten; sie stehen alle in einem systematischen Zusammenhang zur Logik und Praxis der Herrschaft über Frauen, PoC, Natur, Arbeiter, Tiere, kurz: der Herrschaft über alles Andere. (…) Wenn Technowissenschaft ein Gewebe von Praxen ist, nicht ein bereits festgelegtes historisches Drehbuch, dann werden wir unsere Hoffnung auf lebenswertere Welten genau darin finden, diese Praxen zu formen, statt uns davor zu verstecken. Wie die natürlich-technischen Akteur*innen in Piercys Roman weben wir Netze aus Schmerz, Lebenskraft und Versprechen, die sich der Einschränkung von Freiheit auf Marktfreiheit, von Natur auf Patente und Warenzeichen und von Kultur auf die Neue Weltordnung AG widersetzen.« Donna Haraway
»Romane erbauen uns Alternativstädte, den Städten übergestülpt, durch deren Straßen wir gehen. Ein Roman kann Städte von 1590 wiedererrichten, er kann uns durch Städte führen, die vielleicht 2137 erbaut werden. Jene Städte der Vergangenheit und der Zukunft und des Niemals können uns helfen, unsere eigenen Erfahrungen mit unseren Städten zu begreifen. Eine Zukunft, nach der wir uns sehnen, kann in uns Tatkraft wecken, die sie vielleicht erst herbeiführt. Eine Zukunft, die wir fürchten, kann uns Antrieb geben, sie zu verhindern.« Marge Piercy
»Er, Sie und Es« gibt es auch als E-Book auf allen gängigen Portalen.
Ariadnes Literaturbibliothek: Erzähltes, das wir nicht vergessen wollen.
Autorin: Die Dichterin Marge Piercy verfasste 17 große Romane und 19 Lyrikbände. Als Tochter einer mütterlicherseits jüdischen Familie wurde sie in Detroit geboren, wuchs in einem von rassistischen Spannungen geprägten Arbeiterviertel auf, studierte mit Stipendium in Chicago. In den USA, England und Skandinavien ist sie eine Bestsellerautorin und feste literarische Größe, wichtiges Vorbild ganzer Autorinnengenerationen. Die Trägerin von vier Ehrendoktorwürden engagiert sich seit den 1960ern bis heute gegen Krieg und als feministische und ökologische Aktivistin.
Übersetzerin: Heidi Zerning (1940–2022), Berliner Pflanze und Kettenraucherin, studierte Anglistik, Amerikanistik, Geschichte & Philosophie, ging zum Theater, fing an zu übersetzen. Nach 30 Theaterstücken bekam sie Lust auf Prosa, begann mit Ariadne-Krimis, Die dünne Frau wurde ein Renner. Dann Marge Piercy: Jahrelang widmete sich Heidi Zerning ganz der Aufgabe, Romane dieser Autorin ins Deutsche zu übertragen. Später übersetzte sie Virginia Woolf, Truman Capote u. a., berühmt wurde sie auch als deutsche Stimme von Alice Munro.




