Aktuelle Veranstaltungen zu Krimis & Romanen
(Für Infos zur Branchenkrise bitte runterscrollen)
Leipziger Buchmesse!
Auch 2025 glänzt die Leipziger Buchmesse wieder mit einem fetten Begleitprogramm, professionell koordiniert von „Leipzig liest“ – das findet sich hier [https://www.leipziger-buchmesse.de/de/leipzig-liest/] und kann mithilfe der Suchfilter sehr schön nach Special Interest durchforstet werden. Die Eingabe des Stichworts „Feminismus“ im Thema-Filter ergibt schon mal 148 Veranstaltungstreffer [Link]. Kombiniert mit „Genre: Belletristik“ sind es 77 Treffer. Und wenn ihr dann abwärts scrollt bis zum Freitag, trefft ihr bald auf die erste Lesung der neuesten Debüt-Autorin bei Ariadne: Broilerkomplott 12:00 – 12:30 FR. 28. MÄRZ, Lesung Hybrid. Tolle Figuren, klarer Sound: Es geht um Hähnchen, Klimaschutz & Verbrechen. Else Laudan als Verlegerin und Lektorin moderiert. Forum die UNABHÄNGIGEN ** (Halle 5, Stand H313)

Anna Mai, die im nicht-schreibenden Beruf selbst umweltpolitisch tätig ist, und Else Laudan führen dann später noch ein Bühnen-Gespräch zu einem ziemlich HERland-typischen Thema: Krimi als gesellschaftliche Sonde? Dialog zwischen Krimiautorin und Krimiverlegerin: Was für Erzählungen braucht unsere Gesellschaft? (16:30 – 17:00 Uhr im Forum Literatur Halle 5).
Last not least kommt abends im Central Kabarett – Krimikeller noch eine längere Lesung: 22:00 – 23:00 Uhr FR. 28. MÄRZ, Lesung Broilerkomplott [Link Messe; Link Krimikeller].
Am Sonntag ist Else Laudan dann mit einer ihrer Kernkompetenzen auf einem der 16 (sechzehn!) starken Panels, die Verlage gegen Rechts für diese Messe auf die Beine gestellt hat. Nur eins davon dreht sich um feministisches Übersetzen.
14:30 – 15:30 Uhr SO. 30. MÄRZ Café Europa, Podiumsdiskussion:
Feministisches Übersetzen: Die Erfahrung wächst, aber der Gegenwind auch.
Übersetzen mit feministischem Blick – wie geht das und was braucht es dazu?
Veranstalter: Verlage gegen Rechts. Auf dem Podium: Toni Thonius, Dejla Jassim, Aminata Cissé Schleicher, Else Laudan. Der Anspruch, mit einer feministischen Grundhaltung Bücher zu übersetzen, bringt verschiedene Fragen in den Fokus:
Welche Person übersetzt was? Welchen Stellenwert hat die persönliche/biografische Kenntnis bestimmter Diskriminierungserfahrungen? Wie sind Autor*in und Übersetzer*in positioniert? Lassen sich Diskriminierungsstrukturen sprachlich verweigern oder unterlaufen, wodurch werden sie reproduziert?
Wie wird eine Übersetzung allen gerecht: dem Originaltext, der Zielgruppe und den Personen, über die geschrieben wird?
Und wie sieht es aktuell mit der prekären Balance zwischen Sorgfaltsanspruch und Selbstausbeutung aus, zumal jetzt viele Förderungen gekürzt oder gestrichen werden?
Übersetzerinnen berichten aus ihrer Arbeitswirklichkeit, stellen konkrete Beispiele vor, diskutieren über feministisches Herangehen, über radikales Auf-die-Goldwaage-Legen und die Frage nach breiter Akzeptanz, aber auch über Handlungsfähigkeit im politischen und ökonomischen Gegenwind (Bildet Banden!).

Die anderen 15 hoch engagierten Panels von Verlage gegen Rechts – inklusive Teilen unserer großen Plakataktion als Ausstellung – findet ihr hier allesamt im Überblick: https://verlagegegenrechts.de/veranstaltungen.
Also: Sehen wir uns in Leipzig?
Das Verlags-Messeteam aus Else Laudan und Josie Grundmann sowie unseren Stand findet ihr in Halle 5, H 411.

Die Zeiten sind schwer für alle unabhängigen Verlage –
bitte lest unsere guten Bücher. Danke.
Die alten Branchenstrukturen lösen sich auf. Immer mehr Buchläden geben auf, Auslieferungen gehen ein, Barsortimente knirschen. Dazu kommt immer weniger Medienplatz für Bücher, Sender streichen Literatursendungen, 3Sat soll ganz verschwinden, Kolumnen werden gekippt. Die Sichtbarkeit schwindet. Derweil steigen die Produktionskosten. Gesellschaftlich und kulturell brauchen wir die Vielfalt unabhängiger Verlage dringend. Aber immer mehr Projekte schaffen es nur noch mit Crowdfunding.
Ausgewählte Berichterstattung & Statements zur Krise der Buchbranche (Herbst 2024):
— Verlage sind systemrelevant (FAZ-Gastbeitrag von Katharina Meyer)
— Buchbranche in der Krise: WOXX (Interview mit Edition Nautilus u.a.)
— Matthias Landwehrs Replik auf Tom Kraushaar in der FAZ (leider Paywall)
— Bericht im Hamburg Journal (Video, NDR Mediathek)